Hey,
Ich war nun lange nichtmehr auf dieser Seite. Wahrscheinlich vor allem, weil so viel passiert ist, dass ich gar nicht mehr hinterhergekommen bin jemandem alles zu erzählen und ich hatte auch irgendwann keine Lust mehr mit irgendjemandem darüber zu reden. Selbst in meiner Therapie lass ich die meisten Sachen weg, weil mir irgendwo die Kraft fehlt.
Die Streitereien zu Hause dauern jetzt schon so lange an und ich befinde mich irgendwo auf der (hoffentlich) Zielgerade. Ich werd vermutlich im April ausziehen und das ist auch mehr als nötig. Natürlich verschwinden damit aber nicht die Probleme.
Für mich und meine Wünsche einzustehen hatte zur Folge, dass ich mit meinem Vater fast gar nicht mehr rede (was ich aber gut finde, da ich eigentlich keinen Kontakt nach allem mehr haben will) und meine Mutter ist noch gestresster als sonst schon.
Naja, nun hab ich aber 2 jüngere Geschwister und ich fühle mich, als ob ich Schuld daran bin, dass die beiden jetzt auch mehr als sonst abbekommen, da ich ja der Grund bin, warum meine Eltern gestresst/schlecht gelaunt sind.
Das alles mit anzuschauen tut unfassbar weh und jetzt quasi meine Geschwister zu verlassen fühlt sich falsch an, auch wenn es für mich der einzige Weg ist, psychisch nicht wieder komplett abzurutschen.
Die beiden liegen mir unglaublich am Herzen... es ist nur alles so kompliziert und ich habe Angst, dass es sie auch irgendwann so kaputt macht.
Da wäre nun also einmal die Sorge um meine Geschwister, andererseits wechsel ich jetzt zum 3ten Mal meinen Studiengang. Meine Eltern finden das gar nicht gut, weil ich sie damit ja voll "verarsche" und ich verlang ja jetzt von meinen Eltern, dass sie mir mein Leben finanzieren. Meine Mutter hat zwar gesagt, dass sie weiß, dass sie unterhaltspflichtig ist (ich bin nicht Bafög berechtigt), aber sie macht mir irgendwie trotzdem ständig ein schlechtes Gewissen, dass sie jetzt mein Wohnheim zahlen muss. Sie wechselt auch ständig ihre Ansicht. Sie hat z.B. ganz klar gesagt, dass sie mich finanziell unterstützt und so, jetzt kommt sie aber ständig und sagt mir dass ich mir doch einfach einen Job suchen soll. Was prinzipiell ja okay wäre, aber ich studiere vollzeit und bin auch noch nicht wieder so leistungsfähig wie ich es gerne hätte und ich kenn es von mir, dass ich leider sehr schnell in destruktive Verhaltensweisen abrutsche, wenn ich zu viel von mir verlange. Also irgendwie ist das alles sehr verzwickt...
Ich weiß, dass ich das alles stemmen werde, aber manchmal bin ich vom ganzen Grübeln und sich Sorgen machen doch ziemlich müde.
LG Cascadia
Hallo Cascadia,
... "welcome back" ... :) -
das sind ja einige Punkte, die Du benennst.
Da Du sie ins Forum gubst, bitte ich zugleich die, die mitlesen, sich auch zu äußern.
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Der Wechsel eines Studienganges ist wirkich nicht selten.
Vielleicht hast Du jetzt erst die wirklich passende Wahl getroffen.
Früher gab es mal ein "studium generale", das helfen konnte, ein geeignetes Fach zu entdecken.
Heute sind die Optionen riesig, das erschwert die Wahl.
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Bei Vollzeitstudien sind Jobs nur in geringerem Stundenumfang möglich - aber möglich.
Vielleicht hilft ein kleinerer Job, dass Du mit einem besseren Gefühl das Studium finanziert bekommst?
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Der Abschied von zuhause ist sicher ein Einschnitt; und ganz bestimmt bist Du nicht allein die, die das Leben für die Familie anstrengend sein ließ.
Wir "Systemiker" können das gar nicht glauben - Stress in Familien ist eigentlich immer (genau betrachtet) ein gemeinsam zu verantwortender Stress, von den Erwachsenen angefangen.
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Bleib im Kontakt zu Deinen Geschwistern, tausch Dich aus - hoffentlich erlebst Du Freiheit und eine Abnahme der Schuldgefühle.
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LG,
bke - Christian